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Sonntag, 20. September 2009
Solidarität und Totschlagsargumente
joergsiebald, 21:34h
Ich sehe gerade Jürgen Trittins Selbstdarstellung im ZDF-Infokanal.
Steuern? Gutverdiener sollen, bitteschön, mehr zahlen.
Krankenversicherung? Bitte gesetzlich für jeden, mit nach oben unbegrenzt steigenden Beiträgen für jeden bei steigendem Einkommen.
Rente? Mehr Leute in das System holen (Beamte...) und dafür eine garantierte Grundrente auf höherem Niveau.
Einzahlungen auf jedes Einkommen (wie Mieten...)!
Solidarität ist wichtig! Sie ist der Kitt für unsere Gesellschaft. Aber sie kann nicht die Lösung für alles sein, an jeder Stelle greifen und alle Probleme lösen.
Wenn jemand Mieteinnahmen hat, kann er Investitionen in sein(e) Gebäude selbstverständlich mit den Einnahmen gegenrechnen, für die evtl. zuviel gezahlten Steuern gibt es die Steuererklärung. Das Geld für die Krankenkasse geht dagegen sofort ab. Was, wenn er ein Bad renoviert?! Soll jeder auch gegenüber der Krankenkasse eine Einkommenserklärung abgeben? Bürokratie ohne Ende!
Wenn jeder ohne Beitragsbemessungsgrenze in die Krankenversicherung einzahlt, besteht irgendwann keine Relation mehr zwischen Beitrag und Leistung - und das würde spätestens beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe scheitern.
Solidarität ist wichtig, aber man darf sie nicht mit Bürokratie an jeder Stelle überfrachten. Ein Steuersystem mit hohen Grundfreibeträgen und einem klaren, nachvollziehbaren Steuersystem (egal ob ein- oder dreistufig), aber ohne tausende Steuersparmodelle und Ausnahmetatbestände gäbe uns die Möglichkeit, aus dem Steuerhaushalt die Solidarität in Krankenversicherung etc. zu organisieren. Denn 25 % Steuersatz auf 1.000.000 € Einkommen ist mehr als 25 % auf 20.000 €, und auch im Supermarkt kostet Margarine für Gutverdiener nicht mehr als für Geringverdiener. Der Staat sollte sich nicht anmaßen, alles bis ins Detail regeln zu können.
Steuern? Gutverdiener sollen, bitteschön, mehr zahlen.
Krankenversicherung? Bitte gesetzlich für jeden, mit nach oben unbegrenzt steigenden Beiträgen für jeden bei steigendem Einkommen.
Rente? Mehr Leute in das System holen (Beamte...) und dafür eine garantierte Grundrente auf höherem Niveau.
Einzahlungen auf jedes Einkommen (wie Mieten...)!
Solidarität ist wichtig! Sie ist der Kitt für unsere Gesellschaft. Aber sie kann nicht die Lösung für alles sein, an jeder Stelle greifen und alle Probleme lösen.
Wenn jemand Mieteinnahmen hat, kann er Investitionen in sein(e) Gebäude selbstverständlich mit den Einnahmen gegenrechnen, für die evtl. zuviel gezahlten Steuern gibt es die Steuererklärung. Das Geld für die Krankenkasse geht dagegen sofort ab. Was, wenn er ein Bad renoviert?! Soll jeder auch gegenüber der Krankenkasse eine Einkommenserklärung abgeben? Bürokratie ohne Ende!
Wenn jeder ohne Beitragsbemessungsgrenze in die Krankenversicherung einzahlt, besteht irgendwann keine Relation mehr zwischen Beitrag und Leistung - und das würde spätestens beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe scheitern.
Solidarität ist wichtig, aber man darf sie nicht mit Bürokratie an jeder Stelle überfrachten. Ein Steuersystem mit hohen Grundfreibeträgen und einem klaren, nachvollziehbaren Steuersystem (egal ob ein- oder dreistufig), aber ohne tausende Steuersparmodelle und Ausnahmetatbestände gäbe uns die Möglichkeit, aus dem Steuerhaushalt die Solidarität in Krankenversicherung etc. zu organisieren. Denn 25 % Steuersatz auf 1.000.000 € Einkommen ist mehr als 25 % auf 20.000 €, und auch im Supermarkt kostet Margarine für Gutverdiener nicht mehr als für Geringverdiener. Der Staat sollte sich nicht anmaßen, alles bis ins Detail regeln zu können.
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